Geld & Finanzen

Der Riester-Test: Wir haben's getan

Altersvorsorge Siegel 2011 250

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat die Altersvorsorge-Beratung von 15 Banken analysiert. Die Berliner Sparkasse wurde Testsieger und bot insgesamt die beste Beratung.

Vampirjagd in Berlin – oder: Die Vorsorge mit Biss


Da wollen selbst Vampire altern, denn alt werden lohnt sich: Das etwas andere Video zur Altersvorsorge sehen Sie hier.

Bild vergrößernAllein erziehende Frau

Riester-Zulage für Alleinerziehende mit Kind (geboren nach 2008): 454 Euro pro Jahr.

Wer kann "riestern"?


Zulagenberechtigt sind alle, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten sowie Beamte. Jährlich können vier Prozent des Brutto-Vorjahreseinkommens (max. 2.100 Euro) in einen Riestervertrag eingezahlt werden. Der Staat fördert die Altersvorsorge mit Zulagen. Außerdem prüft das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuererklärung, ob ein Sonderausgabenabzug möglich ist.

Damit können Sie rechnen:


Lesen Sie, mit welchen staatlichen Zulagen Sie im Einzelfall rechnen können - als Single, als Alleinerziehender mit einem Kind, als Familie mit zwei Kindern und als Doppelverdiener ohne Kinder.

Vier Beispiele für die Riester-Rente

In nur fünf Minuten wissen, was der Staat zur privaten Altersvorsorge dazugibt. Mit dem Riester-Förderrechner der Berliner Sparkasse erfahren Sie, mit welchen staatlichen Zulagen Sie rechnen können. Ob Single oder vierköpfige Familie: Vom "Riestern" kann (fast) jeder profitieren.

"Ziemlich unsexy", dachte sich die 27-jährige Anna aus Friedrichshain jedes Mal, wenn ihr Freunde erzählten, dass sie nun monatlich etwas für ihre Altersvorsorge beiseite legen. "Ich verdiene zum ersten Mal mein eigenes Geld und will endlich das Leben genießen", war immer Annas Ausrede. Doch irgendwie kann sie sich dem Thema nicht entziehen.

Hohe Zulagen vom Staat

Dann hat Anna von der Riester-Rente gehört und dass der Staat attraktive Zulagen zahlt. "Zulagen sind immer gut", dachte sich Anna und hat sich durchgerungen. Bei der Berliner Sparkasse im RingCenter an der Frankfurter Allee hat sie den Riester-Test gemacht.

Nur fünf Minuten dauerte er und zeigte Anna, wie hoch ihre individuelle Riester-Förderung tatsächlich ist. Alles, was Annas Kundenberaterin dafür wissen musste, waren Annas Alter, ihr Bruttoeinkommen des Vorjahres und ihr Familienstand.

Maximale Förderung für vier Prozent vom Gehalt

Anna ist Single und arbeitet als Beamtin im Gehobenen Dienst. Im Vorjahr verdiente sie 39.000 Euro brutto. Um die maximale Förderung zu nutzen, müsste Anna davon vier Prozent, also 1.560 Euro im Jahr, in ihre Riester-Rente einzahlen. Der Staat fördert Annas Riestervertrag mit einer Grundzulage von 154 Euro pro Jahr, so dass sie tatsächlich nur 1.406 Euro pro Jahr in den Riestervertrag einzahlen müsste, also monatlich 117 Euro. Das sollte eigentlich machbar sein, schlussfolgert Anna.

Eigentlich ist es sogar noch weniger, denn Beiträge zur Riester-Rente können bei der jährlichen Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Anna profitiert dabei von einer Steuerersparnis in Höhe von rund 396 Euro jährlich, und ihr tatsächlicher Beitrag zur Riester-Rente reduziert sich damit auf 1.010 Euro im Jahr. Das entspricht einer Förderquote von 36 Prozent.

"Riestern" lohnt sich mit Kindern

Auch für Familien und Alleinerziehende ist "Riestern" sehr zu empfehlen. Susanne ist 32 Jahre alt, allein erziehende Mutter eines fünfjährigen Sohnes und mitten in einer neuen Ausbildung. Im Jahr verdient sie 18.000 Euro brutto. "Davon kann ich kaum etwas sparen", sagt sie. Sie macht den Riester-Test: Insgesamt müsste Susanne 720 Euro in den Riester-Vertrag einzahlen. Dafür bekommt sie neben der Grundzulage von 154 Euro außerdem eine Kinderzulage von 185 Euro. Susannes Eigenbeitrag beträgt also nur noch 381 Euro im Jahr. Konkret bedeutet das: 31,75 Euro im Monat. Ihre persönliche Förderquote liegt damit bei 47 Prozent.

Bei Thomas und Iris ist die Förderquote noch höher. Thomas ist 40 Jahre alt, Einzelhandelskaufmann und verheiratet. Seine Frau und er haben zwei Kinder, die vierjährige Fiona und Lukas, der vor 15 Monaten geboren wurde. Zurzeit arbeitet nur Thomas, seine Frau kümmert sich um die Kinder. Im Jahr verdient Thomas 35.000 Euro brutto. Um die maximale Förderung zu nutzen, würde das für Thomas einen Riester-Beitrag von 1.400 Euro im Jahr bedeuten. Da Iris zurzeit über kein eigenes Einkommen verfügt, kann sie sich ihre staatliche Förderung über einen Zulagenvertrag sichern, bei dem lediglich ein Mindesteigenbeitrag von 60 Euro im Jahr eingezahlt werden muss.

Kinderzulage für Familien

Der Staat beteiligt sich neben der Grundzulage in Höhe von insgesamt 308 Euro mit einer Kinderzulage von 185 Euro für Fiona. Für Lukas, der nach dem 1.1.2008 geboren ist, bekommen Thomas und Iris sogar 300 Euro. Der jährliche Eigenbeitrag beträgt für die junge Familie also nur noch 667 Euro – 55 Euro im Monat. "Eigentlich machbar", meint Thomas. Die Förderquote von 54 Prozent findet er überzeugend genug, um mit dem "Riestern" anzufangen.

Bonus für Berufsstarter

Frühes "Riestern" lohnt sich: Wer förderberechtigt ist und zu Beginn des ersten Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält vom Staat bei Abschluss eines Riester-Vertrages einen Bonus von bis zu 200 Euro. Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag "Bonus für Berufsstarter"

Von der Riester-Rente kann nahezu jeder profitieren, egal ob Gut- oder Geringverdiener, Single, Alleinerziehender oder Großfamilie. "Die Riester-Rente begünstigt Familien mit Kindern, aber auch Singles, die gut verdienen", sagt Heiko Wahlsdorf von der Berliner Sparkasse. Seit der Einführung der Riester-Rente haben sich bereits mehr als 14 Millionen Bundesbürger für die Riester-Rente entschieden. Allein im Jahr 2010 wurden über eine Million neue Verträge abgeschlossen.

Ob sich das "Riestern" auch für Sie lohnt, erfahren Sie in allen FinanzCentern der Berliner Sparkasse.

Mehr zum Thema Altersvorsorge lesen Sie in unserem Beitrag "Ruhig schon mal ans Alter denken".


Zuletzt aktualisiert: 18.10.2011 · Fotos: Christoph Schieder (2)